Photovoltaik: 5 große Mythen und Irrtümer, die Sie kennen sollten
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Kategorie: 1. AIF Genehmigung
Emittent: DFI


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Photovoltaik: 5 große Mythen und Irrtümer, die Sie kennen sollten
vom 18.04.2023
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Deutschland lässt das nukleare Energiezeitalter hinter sich und auch die fossilen Energien sind nur noch eine Übergangstechnologie. Photovoltaik (PV) wird in unserer nachhaltigen Energiezukunft hingegen eine zentrale Rolle spielen. Grund genug sich einmal mehr mit den Fakten zum Photovoltaik-Ausbau in Deutschland zu beschäftigen.

Einen aktuellen Überblick bietet die neueste Studie des Fraunhofer Instituts, darin räumen die Wissenschaftler mit so manchem Vorurteil auf und bieten Antworten auf Fragen, die auch Sie in Ihren Kundengesprächen womöglich immer mal wieder hören:

Liefert PV relevante Beiträge zur Stromversorgung?

Ja. Mit einer Stromerzeugung von 58 TWh im Jahr 2022 deckte die Photovoltaik (PV) 11 Prozent des Bruttostromverbrauchs in Deutschland. Alle Erneuerbaren Energien (EE) kamen zusammen auf 46 Prozent.

Ist PV-Strom zu teuer?

PV-Strom war einmal sehr teuer. Vergleicht man die Stromgestehungskosten von neuen Kraftwerken verschiedener Technologien, dann schneidet PV sehr günstig ab. Insbesondere große PV-Kraftwerke produzieren konkurrenzlos günstigen Strom. (...)

Die Investitionskosten sind der dominierende Kostenanteil von PV-Kraftwerken. Der Preis der PV-Module ist nur noch für ca. ein Drittel der Investitionskosten verantwortlich, bei großen PV-Freiflächenanlagen (PV-FFA) liegt der Anteil höher als bei kleinen Dachanlagen. Die Historie zeigt, dass die Preisentwicklung für PV-Module einer sogenannten „Preis-Erfahrungskurve“ folgt, d.h. bei Verdopplung der kumulierten Produktion sinken die Preise um einen konstanten Prozentsatz.

Zwischen den Jahren 2010 und 2020 sind die Preise für PV-Module um 90 Prozent gesunken. Auf lange Sicht wird erwartet, dass die Modulpreise entsprechend dieser Gesetzmäßigkeit weiter sinken.

Verschlingt die Produktion von PV-Modulen mehr Energie als diese liefern können?

Nein. Eine Analyse im Auftrag des Umweltbundesamtes kam zu dem Ergebnis, dass die Energierücklaufzeit für PV-Kraftwerke bei einem Anlagenbetrieb in Deutschland bei mittlerer jährlicher Einstrahlungssumme von 1.200 kWh/m² zwischen 1,6 und 2,1 Jahren liegt. Angesichts einer Lebensdauer von 25–30 Jahren liegt der "Erntefaktor" somit deutlich höher. Die übliche Ertragsdegradation mit einkalkuliert (0,35 % p.a.) liefert Photovoltaik bis zu 18 Jahre lang mehr Energie als bei Erstellung aufgewendet wurde.

Geben PV-Module gesundheitsschädliche Strahlung ab?

Nein. Im Zusammenhang mit PV-Anlagen sind keine Gesundheitsschäden – auch nicht durch sogenannten "Eletrosmog", statisch elektrische Felder, bekannt.
Erzeugt die PV-Branche nur Arbeitsplätze in Asien?

Nein, aber Deutschland hat in den Zehnerjahren viele Arbeitsplätze in der PV-Branche verloren. Dies könnte sich absehbar ändern: Trotz der hohen Importquote bei PV-Modulen bleibt ein großer Teil der mit einem PV-Kraftwerk verbundenen Wertschöpfung im Land. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass ein Teil der asiatischen PV-Produktion auch Anlagen aus Deutschland nutzt. Langfristig werden sinkende Herstellkosten von PV-Modulen auf der einen, steigende Frachtkosten und lange Frachtzeiten auf der anderen Seite die Wettbewerbsposition für die Modulherstellung in Deutschland verbessern. Wächst die Produktionslandschaft in Deutschland um weitere Teile des PV-Wertschöpfungszyklus - wie zum Beispiel die Material- und Komponentenherstellung, dann würden für die Installation von 10 Gigawatt Photovoltaik auf Basis von Zahlen aus dem Jahr 2018 ca. 46.500 Beschäftigte in Vollzeit benötigt.
Fraunhofer-Studie abrufbar auf reconcept.de
Mehr erfahren? Dann schauen Sie doch mal rein:

Die Fraunhofer-Studie - (finden Sie unten)

Fazit: Wir stehen in Deutschland vor einer Ausbaurallye bei der Photovoltaik. Heimische Hersteller, aber auch Investoren können davon profitieren.

Es bleibt spannend.

Quelle: reconcept - Bild reconcept

Vom Autor angefügte Datei:
Frauenhofer_aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf