Hohe Zinsen und starker Konsum: Gelingt den USA ein Soft Landing?
Navigation
Kategorien
>> 1. AIF Genehmigung
>> 2. Verm├Âgensanlagen
>> 3. Direktinvestments
>> Immobilien (alle)
  >> Gewerbeimmobilien
  >> Projektentwicklung
  >> USA
>> Infrastruktur
>> New Energy
>> Portfoliofonds
>> Private Equity
>> Private Placement
>> Ratensparfonds
>> Realimmobilien
>> Sonstiges
>> Verm├Âgensverwaltung
>> Favoriten


FILME
Zurück zur Nachrichtenübersicht
<<<

Hohe Zinsen und starker Konsum: Gelingt den USA ein Soft Landing?
vom 01.02.2024

Hohe Zinsen und starker Konsum: Gelingt den USA ein „Soft Landing”?

Das starke Konsumniveau sehen die Kieler Ökonomen als eine wesentliche Stütze für die US-amerikanische Wirtschaft. Aufgrund des steilen Anstiegs der Leitzinsen sei die Zinsstrukturkurve seit einiger Zeit so stark invertiert, dass dies als Signal für eine Rezession gewertet werden müsse. Doch während der Coronakrise hätten die Amerikaner mithilfe staatlicher Transferleistungen große finanzielle Polster angelegt, mit denen nun die Nachfrage stabilisiert werde.

Allerdings seien diese Polster bereits teilweise abgeschmolzen, und die Federal Reserve (Fed) sieht den Zinsgipfel noch immer nicht erreicht. Im Herbst lag der Leitzins in einer Spanne zwischen 5,25 und 5,5 Prozent – so hoch wie seit rund 22 Jahren nicht mehr. Dennoch konstatiert Michelle Bowman, Direktorin der US-Notenbank, weiteren Handlungsbedarf, weil die Inflation noch immer nicht in den erwünschten Rahmen zurückgefallen sei. Sie betrug im September 3,7 Prozent und sank in den Monaten bis einschließlich November sogar noch auf 3,1 Prozent. Die Fed strebt eine Rate von zwei Prozent an.

/240201-BVT-Bild.png

Steigende Zinsen führen zu höheren Finanzierungskosten der Unternehmen. So werden Investitionen teurer, die Gewinne schmaler. Doch Bowman will den heiß gelaufenen Arbeitsmarkt abkühlen, die Teuerungsrate eindämmen, ohne aber die Wirtschaft abzuwürgen. Zuletzt lag die Arbeitslosenquote mit rund 3,5 Prozent auf einem Tief, das seit Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde. Wie so oft in den vergangenen Krisen steuert die Fed auch dieses Mal ein riskantes „Soft Landing“ an. Nach der Chronik des IfW ist eine sanfte Landung in der gesamten amerikanischen Wirtschaftsgeschichte bislang nur zweimal gelungen, zuletzt in den 1990er-Jahren.

Dass es auch diesmal gelingt, dafür spricht laut IfW die starke Konsumkraft der Amerikaner. Die private Nachfrage kurbele auch die Investitionen an. „Die Anlageinvestitionen im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sich in den letzten zwölf Monaten um fast 70 Prozent, und eine dynamische Entwicklung ist auch weiterhin zu erwarten.“ So korrigierte der IWF im Herbst seine Wachstumsprognose für die USA nach oben auf 2,1 Prozent im Jahr 2023 und auf 1,5 Prozent im neuen Jahr.

Quelle: BVT