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Wird Wohnen durch Vermietungsportale teurer?
vom 08.09.2020

Wird Wohnen durch Vermietungsportale teurer?
Eine Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) belegt die Auswirkungen.

In vielen deutschen Städten sind die Mieten in den letzten Jahren rasant gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper.

Den Verdacht vieler verzweifelter Wohnungssuchenden, dass Vermietungsportale wie Airbnb dazu beitragen, dass Wohnraum knapp ist und die Mieten steigen lässt, haben Forscher des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) jetzt bestätigt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Ursprünglich war die Plattform für Privatleute gedacht, die kurzzeitig ihre Wohnung oder ein einzelnes Zimmer zwischenvermieten wollten. Inzwischen werden aber immer mehr reine Urlaubsunterkünfte von professionellen Anbietern offeriert. Für die Vermieter ist es lukrativer, die Wohnungen tageweise zu vermieten als dauerhaft. Somit stehen die Wohnungen für den langfristigen Mietmarkt nicht zur Verfügung und verknappen das Angebot weiter.

Mit jedem neuen Inserat bei Airbnb steigen die Mietpreise in der Hauptstadt um 7 bis 13 Cent, so das DIW. Dieser Effekt ist nicht gewaltig, aber doch ökonomisch relevant.

Als Gegenmaßnahme haben neben Berlin auch einige weitere Bundesländer ein sogenanntes Zweck-entfremdungsverbot erlassen, dessen Ziel es ist, Immobilien vor Missbrauch durch z.B. Leerstand, Abriss oder Umwandlung in Ferienwohnungen zu schützen.

Wer seine Wohnung auf Airbnb vermieten möchte, benötigt dazu eine Genehmigung des zuständigen Amts. In Berlin, wo das Gesetz besonders streng ist, gilt die Meldepflicht inzwischen auch für die Vermietung einzelner Zimmer. Zweitwohnungen dürfen die Berliner mit der entsprechenden Genehmigung maximal 90 Tage im Jahr vermieten.

Insgesamt scheinen diese Maßnahmen zu greifen, da in der Folge die durchschnittliche Vermietungsdauer über Airbnb gesunken ist und sich die Anzahl der Angebote für Wohnungen, die andauernd für nur kurze Aufenthalte vermietet wurden, reduzierte. Diese Immobilien sind wieder auf dem regulären Wohnungsmarkt zurück.

Der Einfluss auf die Mietpreishöhe ist nicht gigantisch, aber relevant. Die in einigen Bundesländern eingeführten Gesetze zeigen aber Wirkung. Das Wohnungsproblem wird dadurch allerdings langfristig nicht gelöst, da Vermietungsportale ein zu kleiner Faktor auf dem Wohnungsmarkt sind.

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Quelle: IC Consulting GmbH - Bild fotolia