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Nachrichten 2025 / 2026
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Wir erwarten ein klares Unterangebot an Mietwohnungen
vom 02.02.2026

Wir erwarten ein klares Unterangebot an Mietwohnungen

12.01.2026 · Top-Nachricht

Die Konjunktur in den USA zeigt sich robust, während Künstliche Intelligenz auf deutliche Produktivitätsgewinne hoffen lässt. Gleichzeitig ist die Immobilienwirtschaft von rückläufigen Neubauaktivitäten geprägt – bei weiter steigender Nachfrage nach Mietwohnungen.

Robustes Wachstum in den USA

Während Europas Wirtschaft derzeit schwächelt, behaupten die USA ihre wirtschaftliche Stärke. Trotz geopolitischer Spannungen, Zöllen und Handelskonflikten erwartet der Internationale Währungsfonds für das Gesamtjahr 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,0 Prozent und für dieses Jahr von 2,1 Prozent.

Getragen wird dieser stabile Wachstumstrend von der rückläufigen Inflation. Für 2025 wird ein Wert von rund 3 Prozent erwartet, in diesem Jahr könnte die Inflation sogar auf etwa 2 Prozent sinken. Damit eröffnet sich Spielraum für weitere moderate Zinssenkungen durch die US-Notenbank Federal Reserve, die im Dezember 2025 mit einer Senkung um 0,25 Prozentpunkte auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent begonnen hat.

Hohes Produktivitätswachstum erwartet

Der US-Wirtschaft wird eine überraschende Widerstandsfähigkeit bescheinigt. Der Konjunkturüberraschungsindex der Citigroup stieg Ende des dritten Quartals 2025 deutlich über den langfristigen Durchschnitt. Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Boom rund um Künstliche Intelligenz.

Während Kritiker vor einer möglichen KI-Blase warnen, sehen Ökonomen große Chancen für nachhaltige Produktivitätssteigerungen. Ein solches Produktivitätswachstum könnte ein höheres Wirtschaftswachstum bei gleichzeitig niedriger Inflation ermöglichen. Auch der US-Arbeitsmarkt stützt diese positive Entwicklung. Hohe Flexibilität der Unternehmen, starke öffentliche und private Investitionen sowie eine robuste Binnenkonjunktur untermauern die Dynamik.

Weniger Neubauten, steigender Wohnungsbedarf

Diese positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung spiegelt sich im Wohnungsbau bislang nicht wider. Im August des vergangenen Jahres wurden rund 6 Prozent weniger Neubauten begonnen als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Baugenehmigungen ging sogar um 11 Prozent zurück.

Für das Gesamtjahr 2025 wird insgesamt ein Rückgang der Neubautätigkeit erwartet, wenngleich für dieses Jahr eine leichte Erholung prognostiziert wird. Insbesondere im hochwertigen Class-A-Wohnungssegment dürfte die Neubautätigkeit 2025 ihren Tiefpunkt erreicht haben. Im Vergleich zu den Spitzenjahren 2022 und 2023 ist das Bauvolumen hier um rund 50 Prozent gesunken.

Ab voraussichtlich Ende 2026 wird in den meisten Metropolregionen eine steigende Nachfrage nach Mietwohnungen erwartet – mit entsprechenden Auswirkungen auf die Mietpreise.

Mieten dürften in Ballungsräumen steigen

Der Bedarf an Mietwohnungen dürfte in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Für viele US-Haushalte wird der Erwerb von Wohneigentum zunehmend unerschwinglich. Aktuell können sich nur noch 12,7 Prozent der Mieterhaushalte den Kauf eines preiswerten Eigenheims leisten – deutlich weniger als noch 17 Prozent im Jahr 2019.

Hauptgründe sind stark gestiegene Immobilienpreise und höhere Hypothekenzinsen. Besonders angespannt ist die Lage in Regionen wie Boston, Washington, Los Angeles sowie im Sun Belt. Dort können sich überdurchschnittlich wenige Mieterhaushalte ein Eigenheim leisten.

Die monatlichen Kosten für den Erwerb eines Eigenheims lagen im zweiten Quartal 2025 im Durchschnitt bei 4.643 US-Dollar – mehr als doppelt so hoch wie die durchschnittliche Miete von 2.228 US-Dollar. Entsprechend dürfte der Druck auf die Mietmärkte weiter steigen.

Chancen für Investoren

Nach dem Abbau bestehender Überkapazitäten in den Jahren 2025 und 2026 dürften die Mieten vor allem in Wachstumsregionen sowie in etablierten Märkten an der Westküste spürbar anziehen. Für Investoren eröffnen sich dadurch attraktive Perspektiven in wohnwirtschaftlichen Projektentwicklungen.

Die Kombination aus positiver gesamtwirtschaftlicher Entwicklung in den USA, sinkender Neubautätigkeit und steigender Nachfrage nach Mietwohnungen spricht für ein strukturelles Unterangebot. Bis zur Fertigstellung neuer Projekte in den Jahren 2027 und 2028 könnten sich daraus überdurchschnittliche Ertragspotenziale ergeben.

Quelle: BVT Beratungs-, Verwaltungs- und Treuhandgesellschaft