Kapitalmärkte · Sachwerte · Anlagestrategie
Konflikte belasten die Weltwirtschaft
Unternehmen und Immobilien bleiben aber vorn
Aktuell belasten kriegerische Auseinandersetzungen die Entwicklung der Weltwirtschaft. Es voraussichtlich noch dauern bis der Konflikt mit dem Iran und der Ukrainekrieg beendet sind. Der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird voraussichtlich noch weiter schwelen, mindestens bis zur Abwahl von Benjamin Netanjahu.
Dennoch ändert sich an der grundlegenden Anlagestrategie nichts. Unternehmensbeteiligungen und Immobilien sind mittel- und langfristig besser als Anleihen und Kontoguthaben. Der Anlageschwerpunkt ändert sich aber bei den internationalen Asset Managern und Vermögensverwaltern wie z.B. Blackrock und Vanguard. Es erfolgt eine Umschichtung in Private Equity. Das hängt mit den zum Teil hohen Bewertungen an der Börse und dem Chance-Risiko-Verhältnis zusammen. Außerbörsliche Unternehmensbeteiligungen sind erheblich günstiger. Warren Buffett hatte das schon vor Jahren erkannt. Mehr als ein Drittel des Vermögens von Berkshire Hathaway ist in außerbörsliche Beteiligungen investiert. Bereits bei einem mittelfristigen Anlagehorizont sind diese aktuell attraktiver als Börsenwerte. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis überkompensiert die eingeschränkte Verfügbarkeit außerbörslicher Beteiligungen.
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Bei Immobilieninvestitionen ist der Blick eher national als international. Der Markt für deutsche Büroimmobilien hat sich noch nicht erholt. Wesentlich besser sieht es auf dem Wohnimmobilienmarkt aus. Allerdings ist dort inzwischen zwischen Neubau- und Bestandswohnimmobilien zu unterscheiden. Aufgrund weiter steigenden Materialkosten und der wieder etwas gestiegenen Zinsen ist der Wohnungsneubau teuer. Die steuerlichen Erleichterungen und staatlichen Maßnahmen reichen für eine deutliche Steigerung der Neubautätigkeit nicht aus.
Beim aktuellen Zinsniveau von ca. 4% p.a. für 5- bis 10jährige Hypothekenzinsen kaufen deutlich weniger Privatanleger und Eigennutzer Neubauwohnungen im Vergleich zur Zeit des Immobilienbooms. Die aktuellen Zinsen erschweren Privatanlegern auch den Kauf von Bestandswohnungen. Durch die zurückhaltende Nachfrage sind die Preise für Bestandswohnimmobilien immer noch günstig. Dazu kommt der durch die geringe Neubautätigkeit auf Jahre absehbare Wohnungsfehlbestand in den Metropolen. Die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem. Dies führt zu weiter steigenden Mieten. Vor diesem Hintergrund sind Investitionen in Bestandswohnanlagen attraktiv. Die weiter steigenden Mieten überkompensieren die aktuellen Fremdkapitalzinsen und steigern den Wert der Immobilien. Zudem können nur Immobilien und Unternehmen positive und kontinuierlich wachsende Cashflows generieren.
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Die internationalen Konflikte und hohe Käufe von Notenbanken hatten den Goldpreis auf ein neues Allzeithoch von ca. USD 5.600 pro Unze getrieben. Inzwischen profitiert der Goldpreis aber nicht mehr, im Gegenteil ist der Preis um ca. 15% gefallen. Noch turbulenter ging es beim Silberpreis zu. Nach einem Allzeithoch von ca. USD 121 pro Unze Anfang 2026 halbierte sich der Preis zunächst und liegt aktuell bei ca. USD 75. Gold und Silber unterlagen in den vergangenen zwei Jahren erheblichen spekulativen Schwankungen. Als Beimischung sind Edelmetalle weiterhin sinnvoll, mehr aber auch nicht.