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Steigt die Inflation?
vom 16.07.2021

Steigt die Inflation?
Was ist Inflation und wie kann man sie messen?

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Inflation bezeichnet in der Volkswirtschaftslehre eine allgemeine und anhaltende Steigerung der Preise für Güter und Dienstleistungen. Die Inflation führt zu einer Minderung der Kaufkraft des Geldes. So einfach die Definition ist, so schwierig ist die Messung. Gibt es eine „wahre“ Inflation und wie kann sie gemessen werden? Das Problem der (richtigen) Inflationsmessung ist ein altbekanntes Thema, das sehr kontrovers diskutiert wird. Die Inflation kann mit verschiedenen Methoden ermittelt werden, z. B. durch Preisänderungen bestimmter Warenkörbe mit Dienstleistungen und Gütern oder durch den BIP-Deflator, der die Preisänderungen aller Güter einer Volkswirtschaft abbildet. Zumeist wird die Inflation über die Verbraucherpreise gemessen.

In Deutschland wird die Inflation der Verbraucherpreise vom Statistischen Bundesamt durch Warenkörbe ermittelt. Die Zusammensetzung der Güter und Dienstleistungen sollen die Bedürfnisse des durchschnittlichen Bürgers repräsentieren, den es so jedoch gar nicht gibt. Insbesondere Rentner beklagen sich zunehmend, dass ihre Lebenswirklichkeit nicht abgebildet wird. Die o. g. Messung der Verbraucherpreise kann grundsätzlich nicht der, sondern nur ein Indikator für die Inflation sein, weil es einige große Fehlerquellen gibt, z.B. die Indexformel, die Qualitätsbereinigung, die verspätete Berücksichtigung neuer Güter und Dienstleistungen sowie die unzureichende Berücksichtigung von Strukturänderungen im Handel. Insbesondere die Berücksichtigung des technologischen Fortschritts sorgte für viel Kritik, da die Qualitätssteigerungen bei vielen Produkten höher als die Preissteigerungen waren, so dass die Qualitätsverbesserungen im Durchschnitt für eine Inflationssenkung sorgten. Ist die Vorgehensweise sinnvoll? In diesem Punkt vielleicht nicht, insgesamt aber schon. Langfristig findet eine wesentliche messbare Geldentwertung statt. So haben sich die Preise in Deutschland seit den 50er Jahren je nach Messung etwa verfünffacht. Wesentlich schlechter sieht es in den USA aus. Dort haben sich die Preise seit den 50er Jahren je nach Messung etwa verzehnfacht, was sich auch in der langfristigen Entwicklung des Außenwerts des US-Dollar wiederspiegelt. In den USA sind zudem die Ungenauigkeiten höher als in Deutschland.

Eine steigende Inflation schlägt sich mittel- bis langfristig nicht nur in höheren Preisen, sondern auch in höheren Zinsen nieder. Das ändert aber nichts daran, dass die Realzinsen weiterhin negativ bis gering positiv bleiben. Insofern bleibt die Anlage in Bargeld und Anleihen weiterhin unattraktiv, insbesondere im Vergleich zu Sachwerten, die zumindest einen teilweisen Schutz gegen die Inflation bieten.

Die Weltwirtschaft entwickelt sich positiv. Das gilt auch für Europa und Deutschland. Nach mehr als einem Jahr Corona-Pandemie gibt es zahlreiche Nachhol-Effekte, die auch zu Preissteigerungen führen. Allerdings bewegt sich die Inflation in Europa und Deutschland historisch immer noch auf einem niedrigen Niveau. Ein Teil des aktuellen Anstiegs der Inflation resultiert aus Verzerrungen durch die Corona-Pandemie. In nächster Zeit wird sich die Inflation eher wieder verringern. Das betrifft die Verbraucherpreise. Ein anderes Thema ist die Vermögensinflation, die sich durch die Politik des günstigen Geldes verstärkt hat.

Quelle: IC Consulting GmbH


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