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Rückenwind für die Windenergiebranche?
vom 06.10.2020

/Windrad-Fotolia.jpg

Bis 2017 war die Windenergiebranche gut im Geschäft. Der Ausbau kam gut und stetig voran. Die Anlagenbetreiber erhielten für die Einspeisung der Windenergie garantiert 9 Cent pro Kilowattstunde. Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor 3 Jahren setzte der positiven Entwicklung jedoch ein abruptes Ende. Insbesondere die vorgeschriebene Ausschreibung der Bundesnetzagentur zur Ermittlung der finanziellen Förderung von Windenergieanlagen sorgte für Entsetzen. Der ermittelte anzulegende Wert bildet die Berechnungsgrundlage für die Höhe des Zahlungsanspruchs bei neuen Windkraftanlagen. Plötzlich lag die Vergütung nur noch bei der Hälfte, also bei 4-5 Cent pro Kilowattstunde.

Diese politisch gewollte Einbremsung des Windenergieausbaus in Deutschland sorgte dafür, dass sich viele Anlagen nach dem Ablauf der Förderung und auch kleinere neue Windkraftanlagen künftig nicht mehr rechnen. Außerdem wurde der Ausbau von Windkraftanlagen in 2017 auf 2.800 Megawatt pro Jahr begrenzt. Zum Verständnis: In Deutschland gibt es derzeit ca. 29.500 Windkraftanlagen an Land (onshore). Sie liefern durchschnittlich ca. 54.000 Megawatt Strom. 2019 wurden 395 neue Windkraftanlagen mit einer Leistung von knapp 1.100 Megawatt neu installiert. Zum Vergleich: bis 2030 sollen Offshore-Windkraftanlagen 20 Gigawatt produzieren. Im Entwurf des neuen Windenergie-auf-See-Gesetzes sind sogar 40 Gigawatt bis 2040 geplant.

Durch die neuen gesetzlichen Regelungen gerieten viele, auch große, Windkraftunternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage. Der gedeckelte Zubau, die erheblich geringere Förderung sowie langwierige Genehmigungsverfahren und teilweise auch fehlende Flächen machen das Windkraftgeschäft erheblich schwieriger. Das hat zu erheblichen Protesten der Windkraftbranche bei der Bundesregierung geführt. 2021 soll es deshalb eine Novelle des EEG geben. Der Referentenentwurf liegt seit einigen Tagen auf dem Tisch.
Dieser sieht vor, dass der gesamte Strom in Deutschland ab 2050 treibhausgasneutral zu sein hat. Dies gilt nicht nur für den produzierten Strom, sondern auch für den importierten. Um bis 2030 die 65%-Hürde zu nehmen, werden Ausbaupfade für die Erzeugungsarten festgelegt. Künftig soll besonders der Anlagenbau in den südlichen Regionen vorangetrieben werden. Dies erfolgt durch eine „Südquote“ in den Ausschreibungen, die zunächst mit 15 % bis 2023 vorgesehen ist und die anschließend auf 20% erhöht wird. 2021 sollen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 4 Gigawatt errichtet werden, bis 2018 in Summe 31,8 Gigawatt. Sollte das Volumen in einem Jahr einmal nicht erreicht werden, wird es im Folgejahr zusätzlich ausgeschrieben.

Um in den Gemeinden die Akzeptanz von Windkraftanlagen zu stärken, sollen Betreiber neuen Anlegern künftig jährlich 0,2 Cent pro Kilowattstunde für die tatsächlich eingespeiste Strommenge an die jeweilige Gemeinde, in der die Anlage steht, zahlen. Nach Berechnungen des Bundeswirtschaftsministeriums könnten so für eine Gemeinde pro Jahr je Anlage EUR 20.000 an zusätzlichen Einnahmen zusammenkommen. Zusätzlich soll es für die Gemeinden Entschädigungen für Beeinträchtigungen, z.B. beim Landschaftsbild geben. Hierbei sind die Zahlungen bewusst nicht zweckgebunden, so dass die Mittel frei eingesetzt werden können. Die Anwohner könnten vergünstigte Stromtarife bekommen.
Der Bundesverband Windenergie bezeichnet die Novelle des EEGs als Schritt in die richtige Richtung, der aber nicht ausreichend ist, um die Pariser Klimaziele einhalten zu können. Auch dem Bundesverband Erneuerbare Energie geht die Novelle nicht weit genug. Da für die Erreichung der Klimaschutzziele der Energieverbrauch weiter elektrifiziert werden muss, z.B. durch Elektroautos, ist von einem stak steigenden Stromverbrauch auszugehen, der allerdings in der Novelle nicht berücksichtigt sei. Beide Verbände befürchten eine bleibende Lücke in der Versorgung mit Ökostrom.

Die Politik hat erkannt, dass der dezentrale ökologische Stromausbau fortgesetzt und gefördert werden muss. Die geplanten Maßnahmen des Referentenentwurfs tragen dazu bei, sind aber nicht ausreichend. Zudem gibt es ein starkes Ungleichgewicht in der Förderung von Onshore- und Offshore-Anlagen.

Diese Beteiligungen sind aktuell verfügbar:

HEP Solar Portfolio - Informationen bei www.beteiligungsfinder.de

Weitere Informationen auf der Internetpräsenz von HEP: HIER

Ökorenta - Erneuerbare Energien 11






Quelle: IC Consulting GmbH - Bild fotolia


Fonds aus diesem Artikel:
HEP Solar Portfolio 1
Emittent HEP
Fondstyp 1. AIF Genehmigungen
Agio 3.00 %
Währung EUR
Status verfuegbar
Ausschüttung 2020 7.00 %
Verfügbar seit 01.02.2019
Substanzquote 85,53%
Fremdkapitalquote 0,00%

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