Entwicklung von Kryptowährungen
Navigation
Kategorien
>> 1. AIF Genehmigungen
>> 2. Vermögensanlagen
>> 3. Direktinvestments
>> 4. Genossenschaften
>> 5. Crowd Investment
>> Genußr., Darl. u.ä.
>> Immobilien (alle)
  >> Gewerbeimmobilien
  >> Konsum
  >> Projektentwicklung
  >> USA
>> Infrastruktur
>> Investment
>> New Energy
  >> Solar
>> Portfoliofonds
>> Private Equity
>> Private Placement
>> Ratensparfonds
>> Realimmobilien
>> Rohstoffe, Gold & Silber
>> Sonstiges
>> Vermögensverwaltung
>> Favoriten


Alle Nachrichten
Zurück zur Nachrichtenübersicht
<<<

Entwicklung von Kryptowährungen
vom 23.07.2021

Entwicklung von Kryptowährungen
Ist der Bitcoin ein Sachwert?

Kryptowährungen, insbesondere der Bitcoin, haben inzwischen eine relevante Marktkapitalisierung erreicht. Deshalb stellt sich die Frage nach ihrer Bedeutung und der Akzeptanz bei Investoren, Zahlungsdienstleistern und Unternehmen einerseits und Staaten und Notenbanken andererseits.

Stellt der Bitcoin einen Wert dar? Das ist dann der Fall, wenn er von einer ausreichenden Menge von Investoren als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Ob ein Bitcoin ein Sachwert ist, ist jedoch umstritten. Vor allem ist der Bitcoin genau wie alle anderen Kryptowährungen durch nichts gedeckt. Es kommt noch ein wesentlicher Aspekt hinzu. Nach Informationen von Bloomberg halten zwei Prozent der Anleger 95% der Bitcoins. Damit hängt die Kursentwicklung entscheidend von dem Verhalten weniger Anleger, wie z. B. Elon Musk oder Tesla, ab.

Weitere Risiken bestehen in den gegenläufigen Interessen von Staaten und Notenbanken, die ihr Geldmonopol behalten möchten. Mehrere Notenbanken arbeiten daher an der Entwicklung einer digitalen Währung (Central-Bank Digital Currencies). Bereits heute findet der Großteil der Finanztransaktionen digital statt. So befindet sich das meiste Geld auf Geschäftsbankkonten als Eintrag in digitalen Registern. Die Übergabe physischen Geldes macht schon seit langem nur noch einen kleinen Teil der Wirtschaftsaktivität aus.

Neues Geld entsteht hauptsächlich durch die Kreditvergabe der Geschäftsbanken, die wiederum durch die Einlagen ihrer Kunden finanziert werden.

Problematisch hierbei ist, dass die Laufzeiten in der Regel nicht übereinstimmen. Die meisten Einlagen können jederzeit abgezogen und in physisches Bargeld umgewandelt werden, wohingegen Darlehen über viele Jahre laufen und schwer zu bewerten und zu verkaufen sein können, besonders in Krisenzeiten. Geld und Zahlungssysteme sind somit untrennbar miteinander verbunden und befinden sich häufig in einem sehr sensiblen und störungsanfälligen Gleichgewicht.

Staaten sehen Kryptowährungen kritisch, weil sie für illegale Geschäfte und zur Vermeidung von Steuerzahlungen eingesetzt werden. Staaten haben bzw. hätten geeignete Mittel gegen Kryptowährungen wie z. B. Börsenhandelsverbote, Transaktionssteuern und Miningverbote. Das zeigt sich jetzt in China. Dort geht der Staat gegen das Mining vor und verbietet Banken und Zahlungsdienstleistern Transaktionen mit Kryptowährungen in irgendeiner Weise zu begleiten oder zu unterstützen. Offiziell wird mitgeteilt, dass Kryptowährungen die wirtschaftliche und finanzielle Ordnung gefährden. Tatsächlich lehnt ein Staat wie China alles ab, was er nicht vollständig kontrollieren kann. In Kürze soll Chinas Pilotprogramm einer Kryptowährung starten. Bisher geht kein anderer wichtiger Staat so gegen Kryptowährungen vor wie China. Dennoch sollten Investoren bedenken, dass Kryptowährungen den Staatsinteressen zumindest teilweise zuwiderlaufen. Staaten haben erkannt, dass der Schutz der Daten von Bürgerinnen und Bürgern und der Zugang zu digitalen Dienstleistungen von existenzieller Wichtigkeit sind und stufen diese Themen zunehmend als Angelegenheit der nationalen Verteidigung ein. Die Blockchain-Technologie wird dabei nicht nur als Möglichkeit für virtuelle Währungen, sondern auch als Alternative für die Dokumentation von z.B. Handels- oder Grundbuchregistern gesehen.

Bis zur Verwirklichung solcher staatlichen Projekte wird aber voraussichtlich noch einige Zeit vergehen. Ende 2020 waren noch etwa zwei Drittel der Zentralbanken unsicher bzw. befürchteten, dass ihnen ein gesetzliches Mandat für eine CBDC fehlt. Das sensible Gleichgewicht von Geld und Zahlungssystemen darf und soll nicht gestört werden. Daher sind vorab genaue Beratungen und Untersuchungen notwendig. Unterschiedliche vorhandene institutionelle Systeme, politische Ziele und Beschränkungen werden letztendlich zu unterschiedlichen Projektausformungen führen. Das hängt auch damit zusammen, welche Rolle der Staat spielt bzw. ob es sich um einen demokratischen oder autoritären Staat handelt.

Was geschieht dann mit den privaten Kryptowährungen? Anleger sollten einen Totalverlust im Hinterkopf haben. Es sollte nur Geld angelegt werden, dass man auch zu verlieren bereit ist. Denn es besteht nicht nur das Risiko von Kursverlusten, sondern auch das eines Verbotes der bisherigen Kryptowährungen.

Kryptowährungen wie der Bitcoin sind durch nichts gedeckt und stellen daher allenfalls einen virtuellen Sachwert dar. Wenige Investoren halten bei wichtigen Krytowährungen hohe Anteile. Kryptowährungen bleiben daher ein spekulatives Anlagesegment. Die weitere Entwicklung hängt auch von dem Verhalten wichtiger Staaten ab. Die ablehnende und restriktive Haltung Chinas sollte eine deutliche Warnung für interessierte Anleger sein.

Im April 2021 lag der Kurs bei ca. 60.000 USD, heute unter 30.000,-- USD

Quelle: IC Consulting GmbH