ELTIFs gewinnen an Bedeutung
European Long-Term Investment Funds (ELTIFs) haben im Jahr 2025 deutlich an Dynamik gewonnen. Mit mehr als 80 neu aufgelegten Fonds wächst eine Anlageklasse, die langfristige Investmentchancen eröffnet, zugleich aber noch erklärungsbedürftig ist.
Wachsender Markt mit klarer Entwicklung
ELTIFs investieren unter anderem in Infrastrukturprojekte, Energievorhaben oder mittelständische Unternehmen und sind damit auf langfristige reale Werte ausgerichtet. Die Zahl der verfügbaren Produkte nähert sich inzwischen der Marke von 200, auch das investierte Kapital steigt – wenn auch bislang auf moderatem Niveau. Dennoch ist die Marktentwicklung klar erkennbar und wird zunehmend über etablierte Vertriebswege getragen.
Unterschiedliche Akzeptanz im Vertrieb
Vor allem filialgestützte Banken und Sparkassen haben ELTIFs bereits erfolgreich in ihre Beratung integriert. Einige Institute berichten von zweistelligen Millionenbeträgen, die im Privatkundengeschäft platziert wurden. Der Erfolg liegt dabei vor allem in strukturierten Prozessen und der Fähigkeit, komplexe Produkte verständlich zu vermitteln.
Deutlich verbesserte regulatorische Rahmenbedingungen
Mit der klaren Regulierung durch die europäische Aufsicht wurde ein einheitlicher Rechtsrahmen geschaffen, der Transparenz, Anlegerschutz und Vergleichbarkeit deutlich verbessert. Fondsgesellschaften sind heute verpflichtet, hohe Standards bei Struktur, Risikomanagement und Reporting einzuhalten – ein zentraler Faktor für das wachsende Vertrauen in diese Anlageklasse.
ELTIFs sind damit weniger kurzfristige Modeerscheinung als vielmehr eine strategische Ergänzung für die langfristige Vermögensplanung. Durch Investitionen in reale Assets können sie zur Diversifikation beitragen und in bestimmten Marktphasen stabilisierend wirken, insbesondere wenn klassische Kapitalmärkte unter Druck geraten.