Die Kapitalmärkte - Entwicklung zum Ende der Pandemie
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Die Kapitalmärkte - Entwicklung zum Ende der Pandemie
vom 02.11.2021

Die Entwicklung in den wirtschaftlich wichtigen Staaten war im vergangenen Jahr, mit Ausnahme von China, coronabedingt negativ. Die negativen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie konnten bereits im vergangenen Jahr gestoppt und in einen positiven Trend verwandelt werden. Allerdings unterliegt die Dynamik der weltweiten Konjunkturerholung Schwankungen und hat sich im Verlauf des Jahres wieder abgeschwächt. Gründe dafür sind lokale Corona-Ausbrüche und Probleme in den Lieferketten. Noch ist die Entwicklung der Pandemie maßgeblich für die Weltwirtschaft und den Welthandel. Positiv wirkt sich die inzwischen erheblich gestiegene Impfquote in den für die Weltwirtschaft entscheidenden Staaten aus. In vielen Schwellen- und Entwicklungsländern gibt es weiterhin wenig Impfstoffe und insofern wird die Konjunkturerholung immer wieder durch neue Infektionswellen unterbrochen.

Die Inflationsrate in Deutschland liegt derzeit bei 4% und damit so hoch wie seit 28 Jahren nicht mehr. Auch im Rest der Welt ist die Inflation durch Sonderfaktoren infolge der Corona-Krise gestiegen. In den USA steht bereits seit Mai 2021 eine 5 vor dem Komma. In der Eurozone ist die Inflationsrate, nach negativen Raten Ende 2020, sprunghaft angestiegen und beträgt für den September 3,4%. Weltweit wird für 2021 von Analysten eine Inflationsrate von etwa 3,66% geschätzt.

Die steigende Inflation hängt wesentlich mit Nachholeffekten in der Produktion und im Konsum zusammen. In Deutschland kommt noch der Wegfall der reduzierten Mehrwertsteuer Anfang 2021 hinzu. Zudem haben sich die Transportkosten von Waren stark erhöht. Gründe hierfür sind Nachholeffekte, Konsumverlagerungen in den Onlinehandel und eine veränderte Vorratshaltung bei Industrie und Handel. Aufgrund der sehr hohen Nachfrage kommt es zu knappen Container- und Frachtkapazitäten, was wiederum zu Lieferverzögerungen und erheblich verteuerten Frachtraten geführt hat. Die Situation im Seeverkehr wird sich erst im nächsten Jahr ändern. Die Probleme im internationalen Warentransport haben zu einem stärkeren Anstieg der Inflation geführt. Die Inflationsrate wird wieder sinken, wenn sich der Warentransport normalisiert und die Nachholeffekte abgearbeitet worden sind. Da jedoch sowohl die Inflationsrate als auch die Probleme im Warenverkehr deutlich stärker als zunächst angenommen sind, ist es denkbar, dass es das ganze Jahr 2022 zu einer hohen Inflation kommen kann. Für den Anstieg der Inflation sind auch die hohen Energiepreise verantwortlich. Die bessere wirtschaftliche Entwicklung hat zu einer hohen Nachfrage nach Rohöl geführt. Aber die OPEC erhöht die Förderquoten nur moderat und schrittweise, so dass der Preis für ein Barrel bei USD 88 liegt. Marktbeobachter warnen, dass ein kalter Winter die Preise auf über USD 100 pro Barrel treiben könnte. Das sollte sich die OPEC aber gut überlegen, da oberhalb eines Preises von USD 100 eine schwächere wirtschaftliche Entwicklung eintreten könnte. Da die Gaspreise an den Ölpreis gekoppelt sind, steigen auch die Gaspreise deutlich.

Wie entwickeln sich vor diesem Hintergrund die Zinsen? Nach dem Lehrbuch müssten sie steigen. Die Notenbanken, allen voran die Fed und die EZB, müssten die Leitzinsen zumindest etwas anheben. Da die Inflationsrate jedoch nicht kurzfristig, sondern langfristig die Marke von 2% zu erreichen hat, können die Notenbanken noch an ihrer lockeren Geldpolitik festhalten, so dass der Zinsanstieg voraussichtlich moderat ausfallen wird. Insofern bleiben die Realzinsen negativ, auch wenn sie nominal positiv sind bzw. werden.
An der Attraktivität der verschiedenen Assetklassen ändert sich wenig bis nichts. Unternehmensbeteiligungen und Immobilien bleiben attraktiver als festverzinsliche Wertpapiere und Bargeld. Daran ändern die bisherigen Preissteigerungen nichts, denn auch die Unternehmensgewinne sind gestiegen und zu positiven, laufenden Cashflows durch Immobilien gibt es aktuell kaum Alternativen. Die Preissteigerungen werden sich verlangsamen, weil die Unternehmensgewinne und auch die Mieten voraussichtlich weniger wachsen werden. Durch die Inflation profitieren Sachwerte und Sachwertinvestments.

Quelle: IC Consulting GmbH


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