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Die Energiewende - was kostet der Umbau?
vom 27.05.2022

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Nahezu alle Staaten haben sich im Pariser Klimaabkommen auf das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung von weniger als 2°C, möglichst unter 1,5°C bis zum Jahr 2100 verständigt. Es ist inzwischen Konsens, dass die Erderwärmung durch den Ausstoß von Treibhausgasen verursacht wird. Aktuell ist die CO2-Emission viel zu hoch für die Erreichung der Pariser Klimaziele. Ohne eine gravierende Verringerung von Treibhausgasen, z.B. durch die wesentliche Reduktion von fossilen Brennstoffen, wird das CO2-Emissonsbudget in etwa 20 Jahren „ausgeschöpft“ sein, mit dramatischen Folgen für die gesamte Welt. Eine Wende zu CO2-armen Technologien wie Wasserstoff, Wind- und Solar- sowie vielleicht auch Nuklearkraft ist notwendig.

Die Energiewende zieht zudem erhebliche Konsequenzen bei der Nutzung und dem Verbrauch von Rohstoffen nach sich. Für den Bau eines Elektroautos im Vergleich zu einem herkömmlichen Auto mit Verbrennungsmotor wird fünfmal so viel Metall benötigt. Auch wird neben Kupfer und Mangan zusätzlich noch Nickel, Lithium oder Silber für die Elektrobatterien gebraucht.

Silber ist das am besten leitende Metall und wird deshalb an vielen Stellen in kleinen Mengen verwendet, z. B. bei Solaranlagen. Schon heute werden mehr als 3.000 Tonnen Silber oder mehr als 10% der weltweiten Silberproduktion dafür verbaut. Um die Pariser Klimaziele erreichen zu können, ist aber ein erheblicher Ausbau der Solarenergie notwendig. Die internationale Energieagentur IEA geht z.B. von einem Ausbau der weltweiten Kapazität auf das Fünffache aus. Ohne technischen Fortschritt oder einen Ausbau der Silberförderung müsste zukünftig mehr als Hälfte der jährlichen Silberproduktion in Solaranlagen verbaut werden. Diese Zahl verdeutlicht die anstehenden Probleme und die voraussichtliche Preissteigerung bei einigen Metallen. Bei Nickel sieht es ähnlich aus. Bisher wird dieses Metall hauptsächlich für die Stahlproduktion verwendet. Künftig wird es auch für die E-Mobilität in ähnlicher Menge benötigt. Produktionssteigerungen und technischer Fortschritt können Preissteigerungen abmildern, aber nicht verhindern.

Die Energiewende ist notwendig, damit das Klima und damit die Erde gerettet werden kann. Aber die Energiewende wird teuer und voraussichtlich auch inflationäre Tendenzen mit sich bringen. Die bisherige Politik vieler Staaten (unter anderem auch Deutschland) mit einer steigenden Besteuerung und einer tendenziellen Angebotsverknappung von fossilen Energien ohne ausreichende Maßnahmen für alternative Energien ist ungenügend. Erst durch den Ukrainekrieg hat die Politik das Problem und die Notwendigkeit von sicher zugänglichen fossilen Energien für die Übergangszeit erkannt. Die Politik ist gefordert, für die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen und die Pflege und den Ausbau internationaler Beziehungen für die Beschaffung notwendiger Rohstoffe zu sorgen.

Die Klimawende ist möglich. Sie wird aber teurer und schwieriger umsetzbar als bisher von der Politik dargestellt. Es wird erheblicher Anstrengungen bedürfen, die Ziele zu erreichen und ein Auseinanderfallen der Gesellschaft zu verhindern. Die Schere zwischen und Arm und Reich geht weiter auseinander.

Quelle: IC Consulting GmbH