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Die Auswirkungen von Zöllen Donald Trump stört den Welthandel
vom 14.03.2025
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Zölle wirken auf den Warenverkehr und bremsen den Handel zwischen allen Ländern, insbesondere den hochindustrialisierten. Durch Zölle soll die Nachfrage und der Konsum zu dann günstigeren inländischen Produkten umgeleitet werden.

Zölle wirken sich besonders negativ auf Entwicklungs- und Schwellenländer aus, weil es dort nur ein geringes inländisches Angebot gibt und sie ihre nötigen Importe durch Exporte finanzieren müssen. Durch Zölle verringern sich die Exporte, so dass nicht einmal mehr die notwendigen Importe finanziert werden können. Doch auch in Industrieländern ist die Wirkung spürbar - nicht so sehr im privaten Konsum, sondern bei der Produktion und Beschäftigung einzelner Unternehmen und Branchen. Das kann sich auf die ganze Volkswirtschaft negativ auswirken.

Laut der amerikanischen Statistikbehörde BEA haben die USA 2023 Güter im Wert von USD 3,1 Billionen importiert und nur für USD 2 Billionen exportiert. Diese Zahlen sind absolut gewaltig. Es ergibt sich ein Handelsbilanzdefizit von rund USD 1 Billion, dem jedoch ein entsprechender Dienstleistungsüberschuss gegenüber steht. Das Handelsbilanzdefizit ergibt sich wesentlich aus dem Handel mit China, anderen asiatischen Staaten und der EU. Nach BEA-Daten lieferte die EU im Jahr 2023 Waren für USD 580 Milliarden in die USA, aber nahm nur Güter im Wert von USD 380 Milliarden ab.

Die Leistungsbilanz zwischen Ländern wird aber auch von Dienstleistungen und von Direktzahlungen, etwa aus Investitionen, Versicherungszahlungen, Überweisungen von Ausländern und Entwicklungshilfe, bestimmt, wie oben bereits angedeutet.

Diese Faktoren gleichen die große Unwucht im Warenverkehr zwar nicht aus, relativieren sie aber weitgehend. Nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat sind durch das Geschäft der amerikanischen Internetriesen 2023 ca. EUR 110 Milliarden mehr aus der EU nach Amerika überwiesen als erhalten worden. Diese Differenz gleicht allein mehr als die Hälfte des Handelsbilanzdefizits der USA gegenüber der EU aus. Auch das Geschäft marktbeherrschender amerikanischer Investmentbanken schaufelt Jahr für Jahr viele Milliarden in die USA, so dass diese beiden Faktoren das Handelsbilanzdefizit bereits überwiegend ausgleichen.

Trotzdem hat Präsident Trump mit Zöllen in Höhe von 25% gegen die EU gedroht. Diese könnten ab April in Kraft treten. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft geht davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt der EU in diesem Fall um rund 0,5% sinken würde. Bei einem Wachstum von nur 0,9% im vergangenen Jahr ist das zu viel. Ökonomen gehen andererseits davon aus, dass weitreichende Zölle zu einem Anstieg der Preise in den USA führen werden.

Gegen Kanada, Mexiko und China hat Trump bereits Zölle verhängt bzw. angekündigt. Waren aus Mexiko und Kanada wurden mit einem Zoll in Höhe von 25% belegt. Ausnahme sind Öl und Gas aus Kanada. Hier werden nur 10% Zoll fällig. Da die Staatsoberhäupter beider Länder massiv protestiert haben, hat Trump aktuell die Zölle weitgehend bis zum 02.04.2025 ausgesetzt. Die im Februar angekündigten Zölle auf chinesische Waren sollen von 10% auf 20% verdoppelt werden. China hat bereits mit Gegenmaßnahmen gedroht. So soll ein Gegenzoll auf landwirtschaftliche Produkte eingeführt werden.

Außerdem sollen Geschäfte von US-Unternehmen in China eingeschränkt oder verboten werden. China hat sich bereits bei der Welthandelsorganisation (WTO) über die USA beschwert. Mexiko, China und Kanada können durch Gegenmaßnahmen den USA mehr schaden als umgekehrt.

Zölle können gravierende wirtschaftliche Auswirkungen haben: Wertschöpfungsketten werden unterbrochen, Wachstum, Beschäftigung und Einkommen können sinken und es entsteht Unruhe auf den Märkten. Außerdem besteht das Risiko höherer Preise, einer daraus folgenden höheren Inflation und weniger Investitionssicherheit.
Keiner gewinnt in einem solchen Szenario.

Quelle: IC Consulting GmbH