Der Fondsbrief Nr. 510 v. 24.07.2026
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Der Fondsbrief Nr. 510 v. 24.07.2026
vom 24.07.2026
Aktuelles aus „Der Fondsbrief“
Ausgabe Nr. 510 vom 24. Juli 2026

Sehr geehrte Damen und Herren,

die aktuelle Ausgabe von „Der Fondsbrief“ beschäftigt sich mit verschiedenen Entwicklungen auf den Immobilien- und Sachwertmärkten. Im Mittelpunkt stehen unter anderem ein aktueller US-Immobilienfonds, die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Wohnungsmarkt sowie die Frage, welche Sachwertsegmente institutionelle Investoren derzeit bevorzugen.

Themen dieser Ausgabe
• US-Immobilienfonds UST XXVII mit dem Pinnacle Tower in Dallas
• Demografischer Wandel und die Diskussion um den „Silver Tsunami“
• Neue Investorenumfrage zu Immobilien und Infrastruktur
• Entwicklung der Immobilienfinanzierung und mögliche Marktbelebung
• Handel mit gebrauchten Fondsanteilen und Bedeutung der Liquidität
• Leicht positive Signale bei Immobilien-Spezialfonds
• Entwicklung des Segments Life-Science-Immobilien
UST XXVII: Konkretes Startinvestment in Dallas
Fonds-Check-Nachklapp auf den Seiten 2 und 3

Der aktuelle US-Immobilienfonds UST XXVII startet nicht als Blind Pool, sondern verfügt mit dem Pinnacle Tower in Dallas bereits über ein konkretes Investitionsobjekt.

Die Büroimmobilie umfasst rund 51.000 Quadratmeter Mietfläche. Ein Viertel der Fläche ist an GuideStone Financial Resources vermietet, dessen Vertrag bis Juli 2033 läuft. Ein weiterer Großmieter ist die Versicherung New York Life. Insgesamt verteilen sich die Flächen auf rund 29 Mieter. Die Leerstandsquote liegt bei etwa 12,5 Prozent.

Wesentliche Eckdaten:
• Kaufpreis der Immobilie: rund 163 Millionen US-Dollar
• Gutachterlicher Marktwert: rund 168 Millionen US-Dollar
• Investitionen des Voreigentümers seit 2017: mehr als 50 Millionen US-Dollar
• Jährliche Mieteinnahmen: rund 12,6 Millionen US-Dollar
• Kaufpreisfaktor: knapp 13 Jahresmieten
• Fremdkapitalanteil: rund 58 Prozent
• Darlehenszins: 6,45 Prozent jährlich bis Ende 2030

Hervorgehoben wird insbesondere die Interessengleichheit zwischen Fondsanlegern und Initiator. Eine Gesellschaft des US-Treuhand-Gründers Lothar Estein beteiligt sich mit 18 Millionen US-Dollar. Ein weiterer US-Investor bringt 14,4 Millionen US-Dollar ein.

Bei einem angenommenen Verkauf im Dezember 2030 kalkuliert die Prognose mit einem Gesamtrückfluss von rund 169 Prozent. Laufende Ausschüttungen sind für die letzten drei Monate des Jahres 2026 mit insgesamt 0,75 Prozent und ab 2027 mit jährlich 4,75 Prozent vorgesehen.

Der Fondsbrief bewertet den vergleichsweise günstigen Einkauf, die umfangreiche Modernisierung und die hohe Eigenbeteiligung positiv. Zugleich wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die spätere Wertentwicklung, die erzielbaren Verkaufspreise und die Cap-Rates nicht sicher vorhergesagt werden können. Es bleibt eine unternehmerische Immobilienbeteiligung mit entsprechenden Chancen und Risiken.

Die Mär vom „Silver Tsunami“
Demografischer Wandel und seine Folgen für den Wohnungsmarkt

Mit dem Begriff „Silver Tsunami“ wird die Befürchtung beschrieben, dass die Babyboomer-Generation in den kommenden Jahren sehr viele Häuser und Wohnungen gleichzeitig verkauft oder vererbt. Ein stark steigendes Angebot könnte demnach zu erheblichen Preisrückgängen führen.

Professor Günter Vornholz hält den Begriff „Tsunami“ jedoch für irreführend. Der Generationenwechsel sei keine plötzlich eintretende Welle, sondern ein langfristiger und bereits laufender demografischer Prozess.

Die wichtigsten Argumente:
• Viele ältere Eigentümer bleiben möglichst lange in ihrer Immobilie.
• Die Umzugsquote älterer Eigentümer ist vergleichsweise gering.
• Geerbte Immobilien werden nicht immer verkauft, sondern häufig selbst genutzt oder vermietet.
• Die Auswirkungen unterscheiden sich erheblich nach Region.

In strukturschwachen und von Abwanderung betroffenen ländlichen Regionen können zusätzliche Immobilienangebote den Leerstand erhöhen und die Preise weiter belasten. In gefragten Städten und Ballungsräumen mit wachsender Bevölkerung, guter Infrastruktur und geringem Neubauangebot dürfte die Nachfrage dagegen hoch bleiben.

Das Fazit lautet daher: Ein flächendeckender Zusammenbruch des Wohnungsmarktes durch eine plötzlich auftretende Immobilienflut ist nicht zu erwarten. Entscheidend bleiben die Lage, die Bevölkerungsentwicklung und die wirtschaftliche Stärke der jeweiligen Region.

Wohnen und Infrastruktur im Fokus
Investoren gewinnen wieder Vertrauen in Sachwerte

Eine globale Investorenbefragung von Patrizia unter mehr als 100 institutionellen Anlegern zeigt, dass ein neuer Investmentzyklus für Real Assets begonnen haben könnte. Die Befragten verwalten zusammen ein Vermögen von rund einer Billion Euro.

Investoren legen ihr Kapital aufgrund höherer Finanzierungskosten und geopolitischer Unsicherheiten selektiver an. Bevorzugt werden Anlagebereiche mit robuster Nachfrage, langfristigen strukturellen Trends und stabilen Einnahmen.

Besonders gefragt sind:
• klassische Wohnimmobilien
• bezahlbares Wohnen
• Studenten- und Seniorenwohnen
• Pflegeimmobilien und Co-Living
• Energie- und Versorgungsinfrastruktur
• digitale und soziale Infrastruktur

Insgesamt wollen 77 Prozent der befragten Investoren ihre Engagements im klassischen und spezialisierten Wohnbereich in den kommenden fünf Jahren besonders stark ausbauen. Rund 40 Prozent halten klassische Wohnimmobilien für besonders attraktiv, gefolgt von bezahlbarem Wohnen mit 34 Prozent.

Auch Infrastruktur wird weiterhin als langfristig attraktive Anlageklasse mit vergleichsweise stabilen Einkommensströmen angesehen. 45 Prozent der Investoren möchten ihre Infrastrukturquote erhöhen. Das größte Interesse gilt der Energiewende und der Energiesicherheit. Daneben gewinnen digitale Netze und soziale Infrastruktur an Bedeutung.

Trotz des grundsätzlich positiven Ausblicks bleiben Investoren vorsichtig. Steigende Finanzierungskosten führen zu niedrigeren Renditeerwartungen und einer stärkeren Konzentration auf hochwertige Objekte, stabile Cashflows, lokale Marktkenntnisse und erfahrene Investmentmanager.

Fazit: Die aktuelle Ausgabe zeigt, dass sich die Sachwertmärkte differenziert entwickeln. Bei Immobilien entscheiden zunehmend die Qualität des Objekts, die Lage, die Finanzierungsstruktur und die langfristige Nachfrage. Besonders Wohnimmobilien und Infrastruktur bleiben bei institutionellen Investoren im Fokus.

Der UST XXVII wird dabei als interessantes Beispiel für einen US-Immobilienfonds mit einem bereits feststehenden Startinvestment und einer erheblichen Eigenbeteiligung des Initiators vorgestellt.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team von Beteiligungsfinder.de

Hinweis: Die vorstehende Nachricht fasst ausgewählte redaktionelle Inhalte aus „Der Fondsbrief“, Ausgabe Nr. 510, zusammen. Prognosen und Einschätzungen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen. Beteiligungen an geschlossenen Investmentvermögen sind unternehmerische Investitionen und mit erheblichen Risiken bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals verbunden.

Quelle: Der Fondsbrief

Vom Autor angefügte Datei:
Der Fondsbrief Nr 510.pdf

Fonds aus diesem Artikel:
UST XXVII
Emittent US Treuhand
Fondstyp 1. Alternativer Investmentfonds (AIF)
Agio 5.00 %
Währung USD
Status verfuegbar
Ausschüttung 2026 4.50 %
Verfügbar seit 26.06.2026
Substanzquote 88,93 %
Fremdkapitalquote 0 %