Immobilienmarkt: Erste deutliche Zeichen der Erholung
Der deutsche Immobilienmarkt bleibt zwar herausfordernd, doch die aktuellen Zahlen zeigen zunehmend auch positive Entwicklungen. Der aktuelle Fondsbrief Nr. 511 berichtet gleich über mehrere Bereiche, in denen wieder mehr Bewegung in den Markt kommt.
Besonders erfreulich: In nahezu allen deutschen Metropolen lagen die Transaktionszahlen im ersten Halbjahr 2026 über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Lediglich Berlin konnte von dieser Entwicklung bislang kaum profitieren.
Positive Signale aus mehreren Immobiliensegmenten:
- Die Transaktionszahlen in den Metropolen ziehen wieder an.
- Gesundheitsimmobilien erleben eine deutliche Belebung.
- Das Transaktionsgeschehen bei Gesundheitsimmobilien war im ersten Halbjahr so stark wie seit 2018 nicht mehr.
- Auch die deutsche Hotellerie befindet sich wieder auf einem positiven Weg.
- Der Trend zu sogenannten „Bleisure“-Reisen – der Kombination von Geschäfts- und Privatreisen – unterstützt den Hotelmarkt zusätzlich.
Gerade bei Gesundheitsimmobilien ist die Entwicklung bemerkenswert. Nach den schwierigen vergangenen Jahren hat sich der Markt sichtbar erholt. Das Transaktionsvolumen beziehungsweise die Marktaktivität im ersten Halbjahr erreichte das stärkste Niveau seit 2018.
Gleichzeitig bleiben Herausforderungen bestehen. Das Zinsniveau und die im Vergleich zu Bundesanleihen noch relativ geringe Risikoprämie von Immobilieninvestments sorgen dafür, dass viele institutionelle Anleger weiterhin zurückhaltend agieren.
Unser Fazit: Von einer vollständigen Normalisierung des Immobilienmarktes kann noch keine Rede sein. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch, dass die Talsohle in einzelnen Segmenten zunehmend durchschritten sein könnte. Für langfristig orientierte Anleger können sich dadurch wieder interessante Möglichkeiten ergeben.
Quelle: Der Fondsbrief Nr. 511 vom 07.08.2026