Fondsbrief kompakt: Zweitmarkt, Immobilienfonds und Marktentwicklung
Der aktuelle Fondsbrief zeigt ein gemischtes Bild im Sachwertemarkt: Während geschlossene Publikums-AIF 2025 deutlich schwächer platziert wurden, bleiben einzelne Segmente wie Zweitmarkt-Beteiligungen und lebensmittelgeankerte Immobilieninvestments besonders interessant. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Zweitmarktfonds von HTB, der Anlegern den Zugang zu gebrauchten Immobilienfondsanteilen mit Historie und breiter Streuung ermöglichen soll.
HTB 16 Zweitmarkt: Schwerpunkt dieser Ausgabe
Ein zentrales Thema des Fondsbriefs ist der neue HTB-Zweitmarktfonds. Das Grundprinzip: Statt in neue Immobilienfonds zu investieren, setzt HTB auf den Ankauf bestehender Fondsanteile am Zweitmarkt. Das bietet mehrere Vorteile. Anleger erwerben Beteiligungen häufig mit Preisabschlägen, profitieren von bereits vorhandenen Leistungsdaten der Zielinvestments und erhalten zugleich eine breite Diversifikation über verschiedene Immobilienarten hinweg.
Laut Fondsbrief investiert HTB über zahlreiche Zielfonds hinweg in unterschiedliche Nutzungsarten wie Büro, Handel, Pflege, Hotel, Logistik und Wohnen. Für das Portfolio prüft das Management eine große Zahl von Bestandsfonds und selektiert daraus diejenigen Beteiligungen, die in Bezug auf Verwaltung, Objektzustand, Vermietung und Standort überzeugen. Gerade diese Kombination aus Streuung, Historie und professioneller Auswahl macht Zweitmarktfonds für viele Anleger besonders interessant.
Positiv hervorgehoben wird auch die Transparenz: Anders als bei einem klassischen Blind Pool lässt sich bei Zweitmarktbeteiligungen die bisherige Entwicklung der zugrunde liegenden Fonds deutlich besser einschätzen. Genau darin liegt aus Sicht des Fondsbriefs ein wesentlicher Mehrwert. Die HTB-Gruppe wird zudem als erfahrener Anbieter beschrieben, der bereits zahlreiche Ankäufe am Zweitmarkt umgesetzt hat und über ein belastbares Netzwerk in diesem Segment verfügt.
Insgesamt wird der Zweitmarkt im Fondsbrief klar positiv eingeordnet: Er schafft Liquidität für bisherige Anleger, ermöglicht Neueinstiegen einen Einstieg mit nachvollziehbarer Historie und kann eine sinnvolle Ergänzung im Depot sein. Wer sich näher mit dem Produkt beschäftigen möchte, findet hier weitere Informationen:
Markt für geschlossene Publikums-AIF unter Druck
Der Fondsbrief verweist auf aktuelle Scope-Zahlen, nach denen der Markt für geschlossene Publikums-AIF 2025 schwach geblieben ist. Das platzierte Eigenkapital lag nur bei 438 Millionen Euro und damit deutlich unter den Vorjahreswerten. Gründe sind vor allem die Zurückhaltung privater Anleger, die Konkurrenz durch festverzinsliche Anlagen und ELTIFs sowie die anhaltend schwierige Lage an den Immobilienmärkten. Trotzdem bleibt die Assetklasse Immobilien innerhalb der geschlossenen Publikumsfonds dominant.
Offene Immobilienfonds stabilisieren sich über Verkäufe
Bei den offenen Immobilienfonds bleibt die Lage angespannt, aber nicht aussichtslos. Zwar verzeichnete die Branche erneut hohe Mittelabflüsse, doch viele Fonds konnten die erforderliche Liquidität durch Objektverkäufe sichern. Die Liquiditätsquoten liegen laut Fondsbrief im Durchschnitt auf einem soliden Niveau. Gleichzeitig bleiben Vermietungsquoten und Cashflows in vielen Portfolios stabil, auch wenn gerade Büroimmobilien und weniger attraktive Standorte weiterhin unter Druck stehen.
Einzelhandel und Nahversorgung bleiben gefragt
Ein weiteres positives Signal kommt aus dem Markt für Einzelhandelsimmobilien. Fachmärkte und lebensmittelgeankerte Objekte bleiben stark nachgefragt, insbesondere im Core- und Core-plus-Bereich. Der Fondsbrief zeigt, dass institutionelle Investoren in diesem Segment weiterhin sehr aktiv sind. Nahversorger profitieren dabei von stabilen Mietstrukturen, robuster Nachfrage und der Möglichkeit, in bestehenden Portfolios noch zusätzliches Entwicklungspotenzial zu heben.
Finanzierung bleibt selektiv
Im Bereich Immobilienfinanzierung bleibt die sogenannte Refinanzierungslücke ein wichtiges Thema. Der Fondsbrief beschreibt, dass Kapital grundsätzlich vorhanden ist, Banken und alternative Finanzierer aber deutlich selektiver prüfen als früher. Besonders Projektentwicklungen stehen unter Druck, während gute Bestandsobjekte mit nachvollziehbarer Story weiterhin Finanzierungschancen haben. Eine schnelle Entspannung wird nicht erwartet, eher eine schrittweise Normalisierung.
Fazit
Der Fondsbrief macht deutlich: Der Gesamtmarkt bleibt anspruchsvoll, aber es gibt weiterhin Segmente mit überzeugenden Perspektiven. Besonders der Zweitmarkt rückt stärker in den Fokus, weil er Chancen auf Streuung, Transparenz und attraktive Einstiegspreise bietet. Genau deshalb nimmt HTB in dieser Ausgabe eine herausgehobene Rolle ein. Für Anleger, die Sachwerte gezielt beimischen möchten, wirkt ein professionell gemanagter Zweitmarktfonds aktuell interessanter als viele klassische Neuemissionen.