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Botschaft des Chairman und Group CEO der ThomasLloyd Group
vom 01.04.2020

COVID 19 – Herausforderung und Chance zugleich

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Sehr geehrter Herr Anleger,

die vergangenen Wochen waren für uns alle eine Herausforderung. Wir mussten uns zur Wehr setzen gegen eine unsichtbare Bedrohung und uns neuen Realitäten stellen. Schließlich berühren die Auswirkungen des Coronavirus jeden von uns und das in jeder Facette unseres täglichen Lebens. In diesem Zusammenhang schulden wir besonderen Dank und Anerkennung dem Pflegepersonal, den Ärztinnen und Ärzten und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die tagtäglich bis an ihre Grenzen gehen, um jene Dienste zu erbringen, auf die wir alle angewiesen sind.

Wir haben lange und sorgfältig überlegt, welche Botschaft wir unseren Freunden, Partnern und Investoren übermitteln wollen. Und wir haben uns bewusst Zeit genommen, um die laufend eintreffenden Nachrichten, die Reaktionen der Regierungen in aller Welt und die Frage zu prüfen, wie wir unsere Aktivitäten optimal auf die gegenwärtige Situation abstimmen können. Wir haben unser Unternehmen quasi einem Stresstest unterzogen, um Stärken und Schwächen auszuloten, um wo erforderlich, Maßnahmen zu ergreifen oder gegenzusteuern. Hierzu möchten Ihnen nun unsere Einschätzungen mitteilen.

Wie Sie räumen auch wir der Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen sowie unserer Familien oberste Priorität ein. Glücklicherweise ist die Welt heute besser vernetzt als je zuvor, und obwohl wir bei ThomasLloyd nach Möglichkeit im „Home Office“ arbeiten, sind wir nicht allein. Denn wir sind ein Team und bleiben weiterhin gemeinsam stark.

Die aktuelle Krise macht besonders deutlich, wie wichtig eine zuverlässige Infrastruktur und eine sichere Energieversorgung sind. Alle unsere Kraftwerke, die sich bereits im kommerziellen Betrieb befinden, speisen weiterhin Strom in die Netze ein. Die Bauarbeiten an neuen Standorten werden, wie von den einschlägigen Notstandsgesetzen vorgeschrieben, heruntergefahren. Unser wichtigstes Anliegen ist und bleibt in dieser Situation die Gesundheit und Sicherheit aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dagegen werden die ungeplanten und kurzfristigen Verzögerungen von einigen Wochen oder sogar Monaten bei Anlagen mit Betriebsdauern von 25 Jahren oder mehr keine wesentlichen Auswirkungen auf unsere Investitionen und unser Geschäft nach sich ziehen.

Wir bleiben unseren Werten als Impact-Investor verpflichtet. Daher werden wir nach dieser schweren Zeit fortfahren, neue Arbeitsplätze zu schaffen und in noch mehr nachhaltige Infrastruktur zu investieren. Und natürlich nehmen wir auch in Zukunft weiterhin unsere Verpflichtung zu Transparenz und offener Kommunikation wahr und werden Sie regelmäßig auf dem Laufenden halten.

Die Welt um uns verändert sich rasant. Aber sie dreht sich weiter.

Natürlich ist es unbestreitbar, dass sich die Wirtschaftstätigkeit derzeit verlangsamt, mitunter sogar bis zum Stillstand. Unter der „sozialen Isolation“, die wir alle praktizieren, indem wir uns von Freunden, Familien und unserem Arbeitsplatz fernhalten, leidet eine ganze Reihe von Branchen stark. Am offensichtlichsten und am schnellsten machen sich die negativen Auswirkungen im Reisesektor, im Tourismus, im Gastgewerbe und bei Hotels und Bars bemerkbar. Als nächstes folgen Branchen wie Mode, Freizeit, Kino, Theater und Fitnessstudios. Und da die verfügbaren Einkommen aufgrund des Arbeitsrückgangs immer stärker zurückgehen, wird nach neuen Wegen gesucht, Kosten zu senken, Liquidität aufrechtzuerhalten und vorsorglich zu sparen.


Bis zu einem gewissen Grad können die Einnahmenausfälle durch staatliche Maßnahmen abgefedert werden. Die Europäische Union, Großbritannien und die Vereinigten Staaten haben bereits fiskalische Maßnahmen beschlossen. Auch der philippinische Kongress kündigte ein Konjunkturpaket von mindestens 200 Mrd. Pesos (3,93 Mrd. USD) an, Indien plant ein Anschubprogramm von mindestens 1,5 Mrd. INR (19,6 Mrd. USD), und auch in anderen Teilen Asiens wurden Maßnahmen zur Unterstützung der am schwersten getroffenen Unternehmen und Verbraucher angekündigt.

Staatliche Hilfe ist nicht nur willkommen, sondern notwendig. Sie stärkt die Zuversicht und schafft Resilienz, wenn regelmäßiges Einkommen bedroht ist und ungewiss wird. Leider ist es jedoch oft schwierig, Hilfe rechtzeitig dort zu leisten, wo sie am dringendsten benötigt wird. Bedauerlicherweise wird es viele Härtefälle geben, die durch breit angelegte Erhöhungen der öffentlichen Ausgaben einfach nicht gemildert werden können.

Auf kurze Sicht wird die wirtschaftliche Lage weiterhin beeinträchtigt werden, bevor sie sich wieder bessert. Denn zwei volkswirtschaftliche Phänomene treffen aktuell aufeinander: Die Nachfrage sinkt aufgrund zurückgehender Einkommen von Unternehmen und Haushalten. Zugleich wird das Angebot beeinträchtigt, da der globalisierte Handel auf neu errichtete Grenzen und Unterbrechungen des freien Verkehrs von Personen, Waren und Dienstleistungen stößt. Das erste Quartal 2020 wird dementsprechend schwach ausfallen, aber weit weniger schwach als das zweite. Zahlreiche Staaten werden einen weitaus stärkeren Rückgang des BIP erleiden als in der schlimmsten Phase der globalen Finanzkrise in den Jahren 2008 bis 2009.

Die enorme Volatilität an den Aktienmärkten und die daraus resultierende Vermögensvernichtung erinnern die Anleger daran, dass wir in turbulenten Zeiten leben. Was als stabil galt, erscheint plötzlich zerbrechlich. Aktien haben ihre Gewinne der letzten Jahre wieder eingebüßt. Und natürlich werden jetzt Sparpläne überprüft, Rentenbeiträge überdacht und Anla- gestrategien neu bewertet.

Jetzt nur mit Pessimismus in die Zukunft zu blicken, wäre jedoch sicher falsch. Wichtig ist vielmehr, dass wir uns die Dinge vor Augen halten, die sich nicht geändert haben. Wir brauchen nach wie vor Nahrung, Wasser, Elektrizität, Kommunikation und sanitäre Einrichtungen. Das Wirtschaftswachstum mag sich verlangsamt haben, nicht aber das Bevölkerungswachstum. Das gilt auch für die daraus resultierenden Anforderungen an die Infrastruktur.

Die sich gerade verändernden Arbeitsmethoden und Kommunikationswege machen deutlich, dass wir auf schnelles Internet, mobile Kommunikation, Elektrizität und sanitäre Einrichtungen angewiesen sind. Unser häusliches Leben hat sich im letzten Jahrzehnt zum Glück grundsätzlich verändert – eine „Selbstisolierung“ wäre ohne Smartphones, Laptops und soziale Medien, mit denen wir mit Freunden, Familien und Kollegen in Kontakt bleiben können, sicherlich wesentlich schlimmer. Auch erwarten wir natürlich weiterhin sauberes fließendes Wasser, eine unterbrechungsfreie Stromversorgung und eine effiziente Abfallentsorgung.

Wir können nicht vorhersehen, wie lange diese aktuellen Herausforderungen noch andauern werden. Aber wenn wir darüber nachdenken, was in unserem Leben wirklich wichtig ist, erkennen wir, dass eine moderne – für das 21. Jahrhundert adäquate – Infrastruktur unverzichtbar ist. Dies gilt für Asien ebenso wie für die gesamte westlichen Welt. Infrastruktur ist etwas, was wir nicht als selbstverständlich erachten sollten. Sie muss und wird eine aktive Rolle bei der wirtschaftlichen Erholung spielen, auf die wir uns alle freuen können. Die Entwicklung von Infrastruktur ist sowohl kapital- als auch arbeitsintensiv. Sie erfordert hohe Investitionen und schafft eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Die „Impact Reports“, die wir für die Philippinen und Indien erstellt haben, zeigen die Multiplikatoreffekte von Infrastrukturausgaben; wie sie Einkommen steigern, wie sie das Wirtschaftsleben fördern und wie sie die Lebensqualität in den Gemeinden verbessern, in denen wir tätig sind.

Wir alle können Beispiele für verbesserungsbedürftige Einrichtungen oder Dienstleistungen nennen: sanierungsbedürftige Straßen oder Schulen, Krankenhäuser, die an der Kapazitätsgrenze arbeiten oder den gravierenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum. All diese Problemfelder erfordern eine stabile und sichere Energieversorgung, Rohstoffe, Wissen und Geld, wenn sich etwas bessern soll. Hier müssen öffentliches und privates Kapital im großen Maßstab zusammenwirken, um Arbeitskräfte zu mobilisieren, Arbeitsplätze zu schaffen, die Haushaltseinkommen zu erhöhen und die finanzielle Sicherheit zu gewährleisten, die durch die Ereignisse des Jahres 2020 so gefährdet erscheint.

Es ist der Wunsch nach einem besseren Leben für uns selbst und für unsere Kinder und Enkelkinder, der uns zu Arbeit, zu Innovation, zu Investitionen, zu Bauaktivitäten und zur Stärkung der finanziellen und physischen Sicherheit antreibt. Saubere und zuverlässige Energie, verbesserte sanitäre Einrichtungen, bessere Wohnungen und bessere Ergebnisse in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sozialwesen werden allesamt Teile der globalen Konjunkturpakete sein, die nach dem Virus geschnürt werden.

Die Regierungen beginnen bereits, ihre eigenen Konjunkturprogramme anzukündigen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei verständlicherweise eher um Absichtserklärungen als um konkrete Maßnahmen. Dennoch sind ihre Worte von Bedeutung, ebenso wie ihre Ziele und ihre Taten.

Wir bei ThomasLloyd sind stolz auf das, was wir mit unseren Direktinvestitionen in Infrastrukturprojekte in ganz Asien bereits erreicht haben. Sowohl für unsere Investoren als auch für die Gemeinden, in denen wir tätig sind, gilt weiterhin unser Leitsatz: „Invest where our money makes a difference“.


In Zukunft müssen wir noch mehr, in noch größerem Maßstab und noch schneller investieren. Die Herausforderung – und die Chance – wird darin bestehen, dass alle an einem Strang ziehen.

Gemeinsam können wir es schaffen.

T.U. Michael Sieg
Chairman, Group CEO and Founder

Quelle: Thomas Lloyd - Bild istock


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