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Batteriespeicher Unerlässlich für die Energiewende
vom 09.06.2026

Energiewende, Photovoltaik und Stromspeicher

Batteriespeicher:
Unerlässlich für die Energiewende

Windkraft und Photovoltaik sind die zentralen Bausteine der Energiewende. Doch je stärker der Anteil wetterabhängiger Stromerzeugung steigt, desto wichtiger werden leistungsfähige Speicherlösungen.

Erneuerbare Energien dominieren zunehmend
die Stromerzeugung

Für die Umstellung der Energieversorgung auf erneuerbare Quellen sind Windkraft und Photovoltaik die entscheidenden Technologien. Im Jahr 2025 wurden in Deutschland insgesamt 437,6 Terawattstunden Strom erzeugt. Davon entfielen 257,5 Terawattstunden beziehungsweise 58,8 Prozent auf erneuerbare Energien.

Besonders stark entwickelte sich die Photovoltaik. Aufgrund vieler Sonnenstunden, des anhaltenden Zubaus und der weiter steigenden installierten Leistung speisten Photovoltaik-Anlagen rund 74,1 Terawattstunden Strom in das Netz ein. Das entspricht einem deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Die installierte Photovoltaik-Leistung in Deutschland überschritt 2025 erstmals die Marke von 117 Gigawatt. Ein großer Teil entfällt weiterhin auf Dachanlagen bei Wohngebäuden, Gewerbeimmobilien und öffentlichen Gebäuden. Gleichzeitig gewinnen Solarparks stark an Bedeutung. Erstmals wurde 2025 mehr Leistung über Freiflächenanlagen als über neue Dachanlagen zugebaut.

Warum Speicher immer wichtiger werden

Wasserkraft und Strom aus Biomasse sind zwar grundlastfähig und können vergleichsweise konstant Strom liefern. Ihr Anteil an der gesamten deutschen Stromerzeugung bleibt jedoch begrenzt. Wasserkraft deckt nur einen kleinen Teil der Stromerzeugung ab, während Biomasse aufgrund höherer Erzeugungskosten und begrenzter Ressourcen ebenfalls nur eine ergänzende Rolle spielt.

Windkraft- und Solaranlagen sind dagegen nicht grundlastfähig. Sie produzieren Strom abhängig von Wetter, Tageszeit und Jahreszeit. Das Stromnetz muss jedoch jederzeit im Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Verbrauch gehalten werden. Wird bei starkem Wind oder hoher Sonneneinstrahlung mehr Strom erzeugt, als aktuell verbraucht oder transportiert werden kann, müssen Anlagen gedrosselt oder zeitweise abgeschaltet werden.

Genau hier kommen Batteriespeicher ins Spiel. Sie können überschüssigen Strom aufnehmen, Netzspitzen ausgleichen und Energie später wieder bereitstellen, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Damit verringern Speicher die Netzbelastung, erhöhen die Nutzbarkeit erneuerbarer Energien und verbessern die Wirtschaftlichkeit von Wind- und Solarparks.

Politischer Rückenwind für Großspeicher

Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland auf mindestens 80 Prozent steigen. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, muss der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft, Netzen und Speichern deutlich beschleunigt werden.

Neben dem Netzausbau erhält daher der Bau von Großspeichern eine immer größere Bedeutung. Politisch besonders gewünscht sind Batteriespeicher, die mit Wind- und Solarparks kombiniert werden. Sie helfen, grün erzeugten Strom besser nutzbar zu machen und Erzeugungsspitzen wirtschaftlich zu verwerten.

Davon können insbesondere Betreiber von Solarparks und Windparks profitieren. Bei entsprechenden Beteiligungsmodellen kann dies mittelbar auch für Anleger interessant sein, sofern Speicherlösungen die Erlöse stabilisieren, zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten schaffen oder die Abregelung von Anlagen reduzieren.

Der Speichermarkt steht erst am Anfang

In Deutschland gibt es bereits eine große Zahl an Batteriespeichern. Der überwiegende Teil entfällt jedoch auf private Heimspeicher, die meist mit einer eigenen Photovoltaik-Dachanlage kombiniert werden. Diese Speicher helfen vor allem dabei, den Eigenverbrauch im Haushalt zu erhöhen.

Für das Energiesystem als Ganzes sind jedoch vor allem größere Speicher relevant. Dazu zählen Gewerbespeicher, Batteriespeicher im Megawattbereich sowie klassische Pumpspeicherkraftwerke. Pumpspeicherkraftwerke stellen bislang einen wichtigen Teil der verfügbaren Speicherkapazität dar, lassen sich in Deutschland jedoch aufgrund geografischer und genehmigungsrechtlicher Grenzen kaum beliebig ausbauen.

Großbatteriespeicher können dagegen deutlich flexibler errichtet werden. Sie benötigen geeignete Flächen, Netzanschlüsse, technische Steuerungssysteme und wirtschaftlich tragfähige Erlösmodelle. Gerade bei Solarparks, Windparks, Gewerbestandorten und ehemaligen Kraftwerksstandorten eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten.

Fraunhofer ISE sieht hohen Speicherbedarf

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE geht davon aus, dass der Speicherbedarf in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich steigen wird. Je nach Szenario wird bis 2030 ein Bedarf von rund 100 bis 170 Gigawattstunden Batteriespeicherkapazität gesehen. Langfristig steigt der Bedarf weiter an.

Auch die Bundesnetzagentur berücksichtigt in ihrem Szenariorahmen 2025–2037/2045 einen erheblichen Ausbau von Großbatteriespeichern. Für die Jahre 2037 und 2045 werden dort Bestände zwischen 41,1 und 94,1 Gigawatt angenommen.

Diese Zahlen zeigen: Der Speichermarkt ist kein Randthema mehr, sondern wird zu einem zentralen Bestandteil der künftigen Energieinfrastruktur. Ohne Speicher wird es immer schwieriger, hohe Anteile erneuerbarer Energien effizient in das Stromsystem zu integrieren.

Sinkende Preise verbessern die Wirtschaftlichkeit

Ein wesentlicher Treiber für den Speicherausbau sind die in den vergangenen Jahren deutlich gesunkenen Kosten. Batteriespeicher sind technisch ausgereifter, skalierbarer und wirtschaftlich attraktiver geworden. Je größer ein Speicherprojekt ist, desto niedriger fallen in der Regel die spezifischen Kosten pro Kilowattstunde aus.

Neben der reinen Batterie fallen allerdings weitere Kosten an. Dazu gehören Wechselrichter, Energiemanagementsysteme, Brandschutzkonzepte, Planung, Installation, Genehmigungen und der Netzanschluss. Gerade der Netzanschluss kann bei größeren Projekten zu einem entscheidenden Faktor werden.

Dennoch verbessern sinkende Speicherpreise, steigende Strompreisvolatilität und neue Vermarktungsmöglichkeiten die wirtschaftlichen Perspektiven. Speicher können Strom in Zeiten niedriger Preise aufnehmen und in Zeiten höherer Preise wieder abgeben. Zusätzlich können sie Systemdienstleistungen erbringen und zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.

Neue Chancen für Sachwertinvestoren

Für Anleger können Batteriespeicher ein interessantes Zukunftsthema sein. Sie verbinden den Ausbau erneuerbarer Energien mit einem wachsenden Bedarf an Flexibilität im Stromsystem. Während klassische Photovoltaik- und Windprojekte stark von Einspeisevergütungen, Strompreisen und Wetterbedingungen abhängen, können Speicher zusätzliche Erlösquellen erschließen.

Besonders spannend sind Konzepte, bei denen Speicher direkt mit bestehenden oder neuen Solarparks kombiniert werden. Dadurch kann der vor Ort erzeugte Strom besser genutzt, zwischengespeichert und marktorientiert verkauft werden. In einem Strommarkt mit zunehmenden Preisschwankungen kann diese Flexibilität an Bedeutung gewinnen.

Gleichzeitig bleibt die sorgfältige Prüfung eines konkreten Beteiligungsangebotes entscheidend. Standort, Netzanschluss, technische Auslegung, Betreiberkompetenz, Vermarktungsstrategie und Kostenstruktur bestimmen maßgeblich, ob ein Speicherprojekt langfristig wirtschaftlich erfolgreich sein kann.

Fazit: Ohne Speicher keine erfolgreiche Energiewende

Der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik bleibt der Kern der Energiewende. Doch mit jedem zusätzlichen Gigawatt erneuerbarer Leistung steigt auch der Bedarf an Speichern, Netzen und intelligenter Steuerung. Nur wenn überschüssiger Strom gespeichert und später genutzt werden kann, lässt sich das Potenzial erneuerbarer Energien vollständig ausschöpfen.

Batteriespeicher werden deshalb zu einer Schlüsseltechnologie. Sie machen erneuerbaren Strom flexibler, helfen bei der Netzstabilisierung und eröffnen neue Geschäftsmodelle. Für Betreiber von Solar- und Windparks können sie die Wirtschaftlichkeit verbessern. Für Anleger entsteht dadurch ein wachsender Markt innerhalb der Infrastruktur- und Sachwertinvestments.

Der Speicherausbau steht in Deutschland noch am Anfang. Angesichts steigender Stromnachfrage durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Digitalisierung und grünen Wasserstoff dürfte der Bedarf in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen.

Beteiligungsfinder-Vorteil: Informationen anfordern und Zeichnungskonditionen prüfen lassen

Anleger, die sich für Beteiligungen aus den Bereichen erneuerbare Energien, Photovoltaik, Windkraft, Infrastruktur oder Batteriespeicher interessieren, können über Beteiligungsfinder Informationen anfordern und prüfen lassen, welche Zeichnungskonditionen möglich sind.

Häufig ist eine Zeichnung ohne Agio oder mit besonderen Vorteilen beziehungsweise Incentives möglich. Beteiligungsfinder unterstützt Anleger dabei, passende Angebote zu vergleichen und die jeweiligen Konditionen vor einer Investitionsentscheidung zu prüfen.

Quelle: IC Consulting GmbH