Weltweit steigt der Energieverbrauch stetig und deutlich an. Damit verbunden sind zum Einen eine teilweise bereits heute spürbare Verknappung der Energie-Ressourcen fossiler Energieträger und zum Anderen ein Anstieg der umweltbelastenden
Emissionen. Ohne wirksame Klimaschutzmaßnahmen wird die Erderwärmung sich beschleunigen. Daher ist die Reduzierung der CO2-Emissionen ein zentraler Faktor der Ausrichtungen der globalen Umweltpolitik. In Deutschland wurde durch die Bundesregierung in ihrem Energie- und Klimapaket beschlossen, den
Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf 25% bis 30% zu erhöhen. Auf europäischer Ebene wird die Nutzung erneuerbarer Energien ebenfalls seit Jahren forciert. Im März 2007 billigte der Rat der Europäischen Union auf der Grundlage der Vorschläge der Europäische Kommission das Ziel, den
Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 von derzeit rund 7% auf 20% zu erhöhen. Mit einem Richtlinienentwurf wurden im Jahr 2008 die Mitgliedsländer aufgefordert, bis zum Jahr 2010 Aktionspläne auszuarbeiten, mit denen definierte nationale Ausbauziele im Bereich erneuerbarer Energien erreicht werden sollen. Die Nutzung der
Solarenergie nimmt daher bei der künftigen Energieversorgung einen besonderen Stellenwert ein. Mit der Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Photovoltaikanlagen ging es in den vergangenen Jahren in Deutschland steil bergauf. Sie lag mit 3,1 TWh im Jahr 2007 rund 40% höher als im Jahr 2006 und trug nunmehr bereits 0,5% zum Bruttostromverbrauch bei. Diese Entwicklung wurde insbesondere durch das
Erneuerbare-Energien-Gesetz (
EEG) gefördert, das erstmals am 1. April 2000 in Kraft trat und seitdem mehreren Novellen unterlag. Das deutsche
Erneuerbare-Energien-Gesetz hat sich als volkswirtschaftliches Erfolgsmodell erwiesen: Seit seinem Inkrafttreten hat es in Deutschland für einen rasant wachsenden
Anteil regenerativer Energiequellen bei der Stromerzeugung gesorgt und zugleich ist das Gesetz zum Motor für Innovationen, neue Jobs und Exporte in alle Welt geworden. Inzwischen hat sich das
EEG selbst zum Exportschlager entwickelt: Insgesamt 40 Länder weltweit, darunter die Mehrzahl der EU-Staaten, haben das deutsche
EEG zum Vorbild für die eigene Fördergesetzgebung genommen.